Sicherheit und Datenschutz
Wie Palim Inhalte schützt, wo die Vertrauensgrenze liegt und welche Kontrolle du behältst.
Verschlüsselung im Ruhezustand
Unterstützte Inhaltsfelder werden serverseitig mit AES-256-GCM verschlüsselt, bevor sie in der Datenbank gespeichert werden. Palim leitet dafür per scrypt einen separaten Schlüssel pro Nutzer aus einem serverseitig verwalteten Master-Key ab.
| Datenart | Verschlüsselter Inhalt | Lesbare Betriebsmetadaten |
|---|---|---|
| Sessions | Nachrichten, Summary-Text und strukturierte Summary-Felder | Session-ID, Titel, Status, Tool-Quelle, Zeitstempel, Projekt, Tags, Quellen-URLs und bei Context Checkpoints eine summary_preview mit bis zu 280 Zeichen |
| Memories | Inhalt; zusätzlich existieren verschlüsselte Kopien von Tags und zusätzlichen Memory-Metadaten | ID, Typ, Nutzerzuordnung, Zeitstempel sowie die Tags und zusätzlichen Metadaten in aktuell ebenfalls lesbaren Feldern |
| Brain | Markdown-Inhalt eines Topics | Slug, Titel, Hook, Eintragszahl, Quell-Session-IDs und Zeitstempel. Der Hook kann einen kurzen Summary-Ausschnitt enthalten. |
| User Modeling | Für User Context, Rules und Profile werden verschlüsselte Kopien angelegt | Die zugehörigen Content- beziehungsweise Profilfelder werden aktuell zusätzlich in lesbarer Form gespeichert. Diese Funktionen sind konfigurationsabhängig; Profile sind in Produktion Staff-only. |
Diese Metadaten bleiben für Zuordnung, Filterung, Navigation und Betrieb lesbar. „Verschlüsselt“ bedeutet deshalb nicht, dass jeder Datenbankwert verschlüsselt ist.
Nicht Ende-zu-Ende oder Zero-Knowledge
Der Palim-Server kann Inhalte entschlüsseln, um Suche, Abruf und Export bereitzustellen. Die serverseitige Laufzeit und der Master-Key gehören deshalb zur Vertrauensgrenze.
Account-Isolation
Authentifizierung und Datenbankregeln ordnen gespeicherte Daten einem Nutzer zu. OAuth-Clients erhalten keine gemeinsam genutzten Zugangsdaten. API-Keys sind nutzerspezifisch und sollten sofort erneuert werden, wenn sie offengelegt wurden.
Deine Kontrolle
- Verbundene Agents legen nach substanziellen Ergebnissen standardmäßig proaktive Context Checkpoints an. Diese enthalten eine kompakte Summary, nicht automatisch den vollständigen Nachrichtenverlauf.
- Du kannst die Speicherung einzelner Inhalte untersagen; Secrets und triviale Unterhaltungen sollen nicht gespeichert werden.
- Sessions können geprüft, über MCP-Tools in ihren Metadaten geändert und gelöscht werden. Messages und Summary einer Session sind nicht allgemein editierbar.
- Memories können geprüft, bearbeitet und dauerhaft gelöscht werden.
- Einzelne Sessions lassen sich in offenen Formaten exportieren.
- Die Brain-Ansicht lässt sich als Markdown-Vault exportieren.
- Palim verwendet deine gespeicherten Gespräche nicht zum Trainieren von Modellen.
Ein vollständiger Export aller Datenklassen in einem einzigen Vorgang ist derzeit nicht verfügbar. Kontaktiere für Account-Löschung oder Datenschutzanfragen privacy@usepalim.com.
Verarbeitung durch verbundene KI-Tools
Palim liefert entschlüsselte Suchergebnisse und gespeicherte Inhalte an den KI-Client zurück, der das jeweilige Tool aufruft. Ab diesem Punkt gelten auch die Datenverarbeitungsbedingungen des verbundenen KI-Anbieters.
Die normale Brain-Destillation läuft deterministisch auf dem Palim-Server und verwendet gespeicherte Session-Summaries. Es gibt einen optionalen Schritt, der ein übergroßes Brain-Topic von einem Sprachmodell neu fassen lässt und dabei dessen entschlüsselten Inhalt an den Modellanbieter übermitteln würde. Dieser Schritt ist abgeschaltet. Er wird ausschließlich über die Server-Einstellung PALIM_BRAIN_CONSOLIDATION aktiviert — ein hinterlegter API-Schlüssel allein genügt dafür ausdrücklich nicht. Der aktive Zustand ist unter /health im Feld brain_consolidation öffentlich einsehbar; none bedeutet, dass diese Übermittlung nicht stattfindet.
Sicher arbeiten
- Bevorzuge OAuth gegenüber API-Keys, wenn dein Client es unterstützt.
- Speichere API-Keys nur in Secret- oder Connector-Konfigurationen.
- Teile keine Connection URLs; ihr Token ist ein Zugangsschlüssel.
- Prüfe Exportdateien, bevor du sie weitergibst.
- Lösche oder rotiere Zugangsdaten nach einem möglichen Leak.
Die konkreten Unterschiede zwischen Status-Löschung, dauerhafter Dashboard-Löschung, API-Keys und Connection URLs stehen unter Daten und Zugänge verwalten.
Wo deine Daten liegen
Speicherort, vollständige Subprozessor-Liste und die Zuständigkeit nach DSGVO stehen auf der Seite Datensouveränität.
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